Icon MintIm Genfer Forschungszentrum CERN knallten vor zwei Jahren die Sektkorken, als am Teilchenbeschleuniger LHC das lang gesuchte „Gottesteilchen“ (Higgs-Boson) entdeckt wurde. Fachleute aus aller Welt hatten dem Ereignis entgegengefiebert, denn vom LHC erhoffen sie sich neue Erkenntnisse über den Anfang und Aufbau der Welt. Im Rahmen des bundesweiten "Netzwerks Teilchenwelt" haben nun auch Schülerinnen und Schüler des W-Seminars Physik CERN die Gelegenheit bekommen, an dieser Entdeckung teilzuhaben.

Hierzu analysierten unsere Schülerinnen und Schüler aus der Q11 nach einer fachkundigen Einführung in die Teilchen- und Detektorphysik durch junge Wissenschaftler der FAU Erlangen echte Datensätze, die bei Teilchenkollisionen im größten Teilchendetektor der Welt, dem ATLAS-Detektor, aufgenommen wurden. Aufgabe der Schüler war es, anhand der Teilchenspuren unter den zahllosen Myonen, Elektronen, Positronen usw. das fieberhaft gesuchte Higgs-Boson zu identifizieren. Auch wenn das Higgs-Teilchen selbst an diesem Tag nicht im Datensatz vorhanden war, konnten doch viele andere Zerfälle und Teilchenspuren korrekt zugeordnet werden. In einem abschließenden Quiz durften die Teilnehmer ihr neu erworbenes Wissen erfolgreich unter Beweis stellen.