Geschichte hautnah: Zeitzeugen berichten von den Schattenseiten der DDR
TeufF – Zum Ende des Schuljahres 2025/26 erlebten die zehnten und elften Klassen des MTG Geschichtsunterricht der besonderen Art. Statt aus Lehrbüchern lernten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte der deutschen Teilung durch die bewegenden Lebensberichte zweier Männer kennen, die den Terror des DDR-Staatssicherheitsdienstes (Stasi) am eigenen Leib erfahren mussten: Christian Ahnsehl und Mario Röllig.
Der Sog der Anpassung: Christian Ahnsehl vor der 11. Klasse
Für die elften Klassen sprach der Autor und Musiker Christian Ahnsehl. Er verdeutlichte eindringlich, dass die Stasi nicht vor Jugendlichen und fast noch Kindern haltmachte. Bereits mit 14 Jahren geriet er ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und unterschrieb mit 15 Jahren eine Verpflichtungserklärung als Inoffizieller Mitarbeiter (IM). Ahnsehl schilderte den Jugendlichen den psychologischen Druck und die Manipulation, die ihn damals in diesen Sog zogen. Seine wichtigste Botschaft an die Schüler: Wie schnell man durch scheinbar kleine Fehltritte und die Sehnsucht nach Anerkennung in ein System von Verrat und Kontrolle geraten kann – und wie schwer, aber lebensnotwendig, der Ausstieg nach neun Monaten für ihn war.
Für die elften Klassen sprach der Autor und Musiker Christian Ahnsehl. Er verdeutlichte eindringlich, dass die Stasi nicht vor Jugendlichen und fast noch Kindern haltmachte. Bereits mit 14 Jahren geriet er ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und unterschrieb mit 15 Jahren eine Verpflichtungserklärung als Inoffizieller Mitarbeiter (IM). Ahnsehl schilderte den Jugendlichen den psychologischen Druck und die Manipulation, die ihn damals in diesen Sog zogen. Seine wichtigste Botschaft an die Schüler: Wie schnell man durch scheinbar kleine Fehltritte und die Sehnsucht nach Anerkennung in ein System von Verrat und Kontrolle geraten kann – und wie schwer, aber lebensnotwendig, der Ausstieg nach neun Monaten für ihn war.
Der Preis der Freiheit: Mario Röllig vor der 10. Klasse
Die zehnten Klassen durften Mario Röllig zuhören, dessen Schicksal die brutale Härte des DDR-Regimes vor Augen führte. Nach einem missglückten Fluchtversuch über Ungarn im Jahr 1987 wurde er verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der Stasi nach Berlin-Hohenschönhausen überstellt. Röllig berichtete bewegend von den drei Monaten psychischer Folter, den Verhören und dem Schock, als junger Mensch zu realisieren, dass das eigene Heimatland einen wie einen Schwerverbrecher behandelt. Erst 1988 wurde er nach Protesten offiziell ausgebürgert. Seine Schilderungen machten deutlich, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern aktive Werte, die es zu verteidigen gilt.
Die zehnten Klassen durften Mario Röllig zuhören, dessen Schicksal die brutale Härte des DDR-Regimes vor Augen führte. Nach einem missglückten Fluchtversuch über Ungarn im Jahr 1987 wurde er verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der Stasi nach Berlin-Hohenschönhausen überstellt. Röllig berichtete bewegend von den drei Monaten psychischer Folter, den Verhören und dem Schock, als junger Mensch zu realisieren, dass das eigene Heimatland einen wie einen Schwerverbrecher behandelt. Erst 1988 wurde er nach Protesten offiziell ausgebürgert. Seine Schilderungen machten deutlich, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern aktive Werte, die es zu verteidigen gilt.
Die Fachschaft Geschichte und PuG bedankt sich herzlich bei den Referenten für ihre Offenheit und die Bereitschaft, diese schmerzhaften, aber unschätzbar wichtigen Erfahrungen mit unseren Schülerinnen und Schülern zu teilen. Die Besuche hinterließen tiefen Eindruck und regten zu intensiven Diskussionen im Unterricht an.
