
Schulleitung
Die aktuelle erweiterte Schulleitung des MTG (von links nach rechts):
Frau Kreuter (ständige Stellvertreterin des Schulleiters, zuständig für Jgst. 9), Frau Klinge (Mitarbeiterin im Direktorat, zuständig für Jgst. 10), Herr Fischer (MINT-Koordinator und Mitglied der Erweiterten Schulleitung, zuständig für Jgst. 8), Herr Kolb (Schulleiter, zuständig für Jgst. 6), Herr Knoll (ständiger Stellvertreter des Schulleiters, zuständig für Jgst. 11), Frau Altmann (Mitglied der Erweiterten Schulleitung, zuständig für Jgst. 7) und Frau Eggert (Unterstufenkoordinatorin und Mitglied der Erweiterten Schulleitung, zuständig für Jgst. 5).
Innovativ: Das Modell der geteilten Führung
„Offen aus Tradition“ – dieses Motto unterstreicht die hohe Innovationsbereitschaft der Stadt Erlangen. Und Innovationen haben auch am einzigen kommunalen Gymnasium der Stadt Erlangen eine gute Tradition: Bereits ab 2008 zählte das MTG zu einem der ersten Gymnasien, in dem mit der Erweiterten Schulleitung eine zeitgemäße Führungsstruktur erprobt wurde. Auch die Einführung einer Verwaltungsleitung ab 2012 gilt als wegweisend für eine innovative schulische Organisationsstruktur.
Die Funktion der ständigen Stellvertretung der Schulleitung ist seit dem Schuljahr 2022/23 in geteilter Führung mit zwei Lehrkräften, Frau Kreuter und Herrn Knoll, besetzt. Nach zweijähriger Erprobung wurde das Modell der geteilten Führung 2025 durch den Stadtrat unbefristet auf die beiden ständigen Stellvertretungen des Schulleiters jeweils zur Hälfte übertragen. Zur anderen Hälfte wurden den beiden die Aufgaben als Mitarbeiter*in der Schulleitung übertragen. Damit ist das MTG vermutlich das einzige Gymnasium Bayerns mit zwei ständigen Stellvertretungen.
Neu kommt ab 2026/27 aufgrund der gestiegenen Schüler*innenzahlen die Funktion der zweiten Mitarbeiterin in der Schulleitung hinzu, die mit Wirkung zum 01.08.2026 Frau Klinge übertragen wird. Ebenfalls zum 01.08. wird der MINT-Koordinator, Herr Fischer, in die Erweiterte Schulleitung berufen.
Konstant: Die Säulen des Schulprofils
Unsere 2008 eingeführte zeitgemäße Führungsstruktur ist integraler Bestandteil des Schulprofils. Alle sieben Mitglieder der Erweiterten Schulleitung übernehmen Verantwortung für eine Jahrgangsstufe, indem sie diese in der Regel nicht nur aktiv unterrichten, sondern auch pädagogisch begleiten und über eine besondere sach- und situationsbezogene Nähe zu den Anliegen und Themen der Schüler*innen und Eltern dieser Klassen verfügen. Die jungen Menschen werden unmittelbar über das professionelle pädagogische Handeln des Schulleitungsteams erreicht. Wir haben den einzelnen Schüler bzw. die einzelne Schülerin kontinuierlich im Blick und begleiten die Entwicklung vom Kind zum jungen Erwachsenen nach dem Motto „Stärken stärken“.
Ein gleichwertiges Nebeneinander des Bildungs- und Erziehungsauftrages stellt eine weitere Säule des MTG-Profils dar, das auf einem breiten pädagogischen Konsens fußt. Dieser findet seinen Ausdruck in der Auszeichnung des MTG als „Lions Quest-Modellschule“, einem seit nunmehr zwei Jahrzehnten an unserer Schule eingesetzten pädagogischen Programm zur Persönlichkeitsentwicklung. Als einziges Gymnasium bundesweit wurde das MTG hierfür bereits viermal zertifiziert – 2007, 2012, 2015 und 2020.
Schule ist für uns viel mehr als bloßer Unterricht: Unser Schulzirkus Mozzarella, ein eigenes professionell ausgestattetes Schultheater, breit aufgestellte Musik-Ensembles mit einer Bigband und einem Orchester sowie ein überaus reger Kunstbetrieb lassen unser Gymnasium zu einem ganzheitlichen Erfahrungs- und Lebensraum werden. Schulische Gemeinschaft wird so unmittelbar erfahrbar. Können und Kreativität unserer Schüler*innen nicht nur im Schulhaus, sondern auch im öffentlichen Raum sichtbar.
In den vergangenen Jahren wurde das Schulprofil des MTG auf Initiative der Schulleitung kontinuierlich und innovativ erweitert, z.B. durch die Einführung des Faches Chinesisch als spätbeginnende Fremdsprache, in der man am MTG als einzigem Gymnasium im Großraum auch sein Abitur ablegen kann. Aus dem Stand wurde unsere Schule 2018 Teil des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC, das dem MTG mit seinen vielfältigen Angeboten in allen MINT-Fächern zum fächerübergreifenden forschenden Lernen, den Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie regelmäßigen erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen ein hervorragendes MINT-Profil attestiert.
Gleich im ersten Anlauf wurde des MTG 2025 von der Regierung von Mittelfranken als Klimaschule in Silber zertifiziert. 2026/27 kann erstmals das vom Kollegium einstimmig beschlossene profilbildende Angebot einer Theater- und Filmklasse für die 8. und 9. Klassen eingerichtet werden.
Perspektivisch: Die Handlungsfelder einer Schule der Zukunft
Die erweiterte Schulleitung trägt in besonderem Maße Verantwortung für eine planvolle pädagogische Schulgestaltung.
Verantwortung durch Partizipation, Vereinbarung und Verbindlichkeit sind dabei zeitgemäße Instrumente einer wertschätzenden zeitgemäßen Führungskultur. Partizipation wird z. B. sichtbar in der Einrichtung eines regelmäßig im Schuljahr tagenden Schüler*innenparlaments, in dem die Kinder und Jugendlichen für sie bedeutsame Themen des Schulalltags diskutieren , Anfragen an die Schulleitung stellen, Anträge formulieren etc.
Die erweiterte Schulleitung verfolgt das Ziel, unser MTG zu einer weniger belastenden, stressärmeren Schule zu transformieren, diese ebenso nachhaltig wie zukunftsfähig zu gestalten, Neues zu erproben und – wo erforderlich – auch überkommene Strukturen aufzubrechen. Das MTG muss als Lern- und Lebensort in manchen Bereichen „ohne Geländer“ und grundlegend „neu gedacht“ werden – diesen Transformationsprozess zu meiner „schlankeren“ und damit dynamischeren, effizienteren und für alle gesünderen Schule wollen wir den Mitgliedern unserer Schulfamilie zumuten!
So werden Lehrkräfte und Schüler*innen noch stärker, als das seit Jahren ohnehin bereits am MTG geschieht, kooperativ und kollaborativ arbeiten, um passgenau Bildungsprozesse zu gestalten und Potenzialentfaltung zu ermöglichen. Ein flexibleres, zeit- und ortunabhängigeres Lernen entwickelt sich gerade, bei dem unsere Schüler*innen nicht mehr nur vor Ort lernen, sondern eben auch von Zuhause oder an externen Lernorten, immer wieder auch digital, wann sie möchten, wie oft sie es brauchen und in welchem Format sie es am besten können. Die menschliche Begegnung vor Ort, des zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, bleibt dabei aber im Zentrum unseres pädagogischen Handelns!
Als langfristig größte Herausforderung erweist sich indes die Demokratieerziehung. Die Institution Schule muss, um unsere solidarische und demokratische Gesellschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln die übergeordnete gesellschaftliche Aufgabe erfüllen, junge Menschen im Sinne unserer demokratischen Grundwerte zu couragierten Staatsbürger*innen zu erziehen, die für die Werte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung auch aktiv einzutreten bereit sind.
Armin Kolb, Schulleiter




